RTO
RTO steht für Recovery Time Objective, die geforderte Wiederanlaufzeit. Sie gibt an, wie schnell ein System oder Ablauf nach einem Ausfall wieder zur Verfügung stehen muss.
Genauer erklärt
Das Glossar zum BSI-Standard 200-4 beschreibt das RTO als Zeitraum vom Ausrufen des Notfalls bis zur geforderten Inbetriebnahme der Notfall-Lösung, zum Beispiel durch Umschalten auf eine Ersatzressource. Der deutsche Begriff ist geforderte Wiederanlaufzeit (WAZ). Abgeleitet wird das RTO aus der Business Impact Analyse: Es muss kürzer sein als die maximal tolerierbare Ausfallzeit des Geschäftsprozesses. Dem geforderten Wert steht die tatsächlich erreichbare Wiederanlaufzeit gegenüber, die Recovery Time Actual (RTA). Ist die RTA länger als das RTO, besteht eine Lücke, die durch Maßnahmen geschlossen oder von der Leitung bewusst getragen werden muss. Belastbar wird die RTA erst durch einen Test.
Artikel zum Begriff
- Backup-Strategie und 3-2-1-RegelBackup-Strategie nach der 3-2-1-Regel: wie viele Kopien, welche Medien, warum eine Sicherung offline sein muss und wie oft Sie die Wiederherstellung testen.
- Datensicherung im UnternehmenDatensicherung im Unternehmen organisieren: was gesichert werden muss, wer verantwortlich ist, wie ein Datensicherungskonzept aussieht und was oft fehlt.
- Notfallmanagement nach BSI-Standard 200-4Notfallmanagement nach BSI-Standard 200-4 verständlich: Stufenmodell, Business Impact Analyse und ein schlanker Einstieg für kleine Betriebe.
- Wiederanlauf planen: RTO und RPOWiederanlauf nach IT-Ausfall planen: was RTO und RPO bedeuten, wie Sie Prioritäten und Abhängigkeiten festlegen und warum Tests unverzichtbar sind.
- Schutzziele: Vertraulichkeit, Integrität, VerfügbarkeitDie Schutzziele der Informationssicherheit einfach erklärt: Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit, dazu Authentizität, mit Beispielen aus dem Betrieb.