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Grundschutz++

Grundschutz++ ist die modernisierte Methode des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) für den Aufbau eines Informationssicherheitsmanagementsystems (ISMS). Sie ist flexibler, prozessorientierter und soll durch maschinenlesbare Anforderungen den Aufwand für Dokumentation und Prüfung senken.

Genauer erklärt

Grundschutz++ ist die Weiterentwicklung des BSI IT-Grundschutzes und löst schrittweise die BSI-Standards der 200er-Reihe sowie das IT-Grundschutz-Kompendium ab. Die neue Methodik ist im BSI-Standard 300-1 beschrieben und folgt einem prozessorientierten Ansatz entlang des PDCA-Zyklus (Plan-Do-Check-Act).

Anstelle der bisherigen Bausteine gliedern sich die Anforderungen in 20 Praktiken, die im «Anwenderkatalog-Grundschutz++» zusammengefasst sind. Eine wesentliche Neuerung ist die Bereitstellung aller Anforderungen in einem maschinenlesbaren Format (OSCAL) innerhalb der «Stand-der-Technik-Bibliothek». Dies ermöglicht eine stärkere Automatisierung von Sicherheitsprozessen und der Nachweisführung, was den Aufwand für Anwender reduzieren soll. Die Methodik bietet mehr Flexibilität, beispielsweise bei der Wahl des Vorgehens zur Risikoanalyse. Ein nach Grundschutz++ aufgebautes ISMS ist zur ISO/IEC 27001 kompatibel; eine Zertifizierung ist laut BSI ab 2027 möglich (Stand: 28. Oktober 2026).

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